Die Theaterbühne wird oft als “Die Bretter, die die Welt bedeuten” beschrieben, und auch im MultiMedia-Zeitalter hat dies noch seine Berechtigung. Denn eines können alle visuell gestalteten Geschichten aus der Konserve niemals bieten: lebendige Menschen und Literatur. Ich stehe seit 1996 bundesweit auf der Bühne, um meine Literatur in Spiel und Stimme lebendig werden zu lassen, auf Tuchfühlung mit meinen Lesern zu bleiben, direktes Echo auf neue Geschichten zu spüren und natürlich, nicht zuletzt, meinem Publikum einen unvergeßlichen Abend zu bereiten – die einzige wirklich gute Motivation eines Schauspielers. Aktuell konzentriere ich mich auf drei Traditionen: Die klassische Autorenlesung für meine Prosa-Texte, das Freie Erzählen für meine Märchen, Fabeln und Parabeln, sowie eine spezielle Form der Szenischen Lesung, das Echtzeithörspiel, in der ich mit dem Publikum gemeinsam meine dramatischen Werke zum Leben erwecke.
Mein absolutes Lieblingskind ist dabei mein Musik-Literatur-Projekt WortAnKlang, bei dem ich mit den verschiedensten Musikern in immer neuen Kombinationen meinen Literaturvortrag mit Musik verschmelze, indem ich sie einerseits mit einem Rahmenprogramm aus passenden Songs und Instrumentalstücken umgeben, und andererseits, und das ist das Besondere, ausgewählte Passagen durch die Musiker mit Klängen untermalen und umspielen lasse. Der Effekt ist atemberaubend. Und natürlich macht es mir hier auch immense Freude, selbst meine Klarinette oder die Flöten zu greifen und mitzujammen.
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